Bericht vom letzten Wochenende
- Christian Rolf

- 28. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Apr.
ZuKunst Ahoi War ganz schön was los letztes Wochenende. Spannend, musikalisch und erkenntnisreich. Jaja, aber alles der Reihe nach. Am Freitag hatten wir ein Fest mit der ZuKunst am Peter-Fechter-Ufer. Grund zum Feiern? Tja, uns hatte ja die Wasserschifffahrtsbehörde die Weiternutzung des Enercity-Anlegers bei den drei waren Brüdern, dem Heizkraftwerk Lindens, untersagt. Das war etwa vor vier Wochen und hätte den Kulturbetrieb des Bootes für das Jahr 2026 praktisch unmöglich gemacht. Und weil das natürlich schon irgendwie existenzbedrohend ist, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass das nicht so kommt. Drei Tage nachdem wir das Schreiben erhalten haben hat die SPD einen Eilantrag im Kulturausschuss eingereicht. Zwei Tage später saß ich dann mit Joy Lohmann im Ausschuss und wir wurden Zeuge, dass sich restlos alle Parteien hinter das Kulturboot ZuKunst gestellt haben. Und dann ging es weiter: Die Stadt Hannover hat dann innerhalb kürzester Zeit – ein paar Wochen sind für städtische Vorgehensweisen echt schnell – einen Weg mit der Wasserschifffahrtsbehörde gefunden, sodass wir den Anlieger dann dennoch nutzen können. Also an dieser Stelle vielen Dank an hannovers Verwaltung, an die Politik und an den amtierenden Bürgermeister Belit Onay. Jetzt sind wir das Kulturboot Hannover! Wer hätte das gedacht? Und so musste das natürlich gefeiert werden. Unter den vielen Gästen und den Makern des Bootes, waren auch politische Akteure. So ließen es sich beispielsweise auch die Kulturdezernentin Eva Bender und die Rathsfrau Belgin Zaman nicht entgehen, uns auf der Feier zu besuchten. Danke dafür. Hier gibt es noch ein Video von Andy Barthel, der den Tag so toll eingefangen hat. https://www.youtube.com/watch?v=nxWfywRIE54
Lindener Butjer Am Samstagmittag ging es dann für mich bei den Lindener Butjern weiter. Die haben bei der Andrea-Apotheke auf der Limmerstraße eine riesige Schautafel eröffnet, wo sie über die Fannystraße, die Ende der 60er-Jahre abgerissen wurde, berichten. Damals erfolgte eine Zwangsumsiedlung der dort lebenden Menschen. Schon komisch aus heutiger Sicht! Aber wer sich näher dafür interessiert, sollte auf jeden Fall mal dort vorbeigehen. Einen ausführlichen Bericht über das Fest könnt ihr auch bei Punkt-Linden nachlesen. Hier geht's zum Beitrag: https://punkt-linden.de/news/fannystrasse-is-coming-home-nach-linden-nord/ Mein Höhepunkt war auf jeden Fall, dass ich den feministischen Butjerchor begleiten durfte. Die haben nämlich ganz toll gesungen – und zwar alte Arbeiterlieder. Großartig! Und wer das noch einmal erleben möchte, sollte am 2. August auf dem Butjerfest vorbeischauen, welches während des Fährmannsfestes stattfinden wird. Da wird es warscheinlich noch einmal dazu kommen, dass ich die jungen Sängerinnen begleiten darf. Ich halte euch auf dem Laufenden. Aber guckt auch mal auf der Seite von Egon-Kuhns-Geschichtswerkstatt vorbei. Da findet ihr sowohl zum Thema Fannystraße als auch zum Butjerfest noch viel mehr Informationen. https://geschichtswerkstatt-linden.de Zum Schluss durfte ich dann die Veranstaltung musikalisch abrunden und habe noch ein paar Lieder gespielt. Wer da mal reinhören möchte, guckt mal unter folgendem Link. Daniel Gardemin hat mich nämlich gefilmt und den Moment festgehalten. https://www.facebook.com/100009478024650/videos/pcb.4511477669178123/1870677833616373

Lautstark
Am Samstagnachmittag hatte dann Christian Lichteroh ein Helferfest auf dem Boot organisiert. Eine Woche vorher durfte ich dankbarerweise bei einem Umzug mithelfen. Und Christian hat sich dann eine Woche später mit Musik und gutem Essen bedankt. Und welche Musik gab's zu hören? Das Duo "Lautstark". Hmm, zunächst dachte ich ja bei dem Namen, dass es sich um eine Heavy Metal Band handelt. Aber nein: und Wow! Was ein Erlebnis. Die beiden Spielerinnen haben Musik aus vielen Ländern der Welt und unterschiedlichen Epochen interpretiert, und hatten eine musikalische Erlebniswelt, die wirklich beeindruckend war. Aber wer sind die beiden? Roswitha Sita Conrad singt und spielt Gamba, Blockflöte und eine Art (Leider weiß ich den Namen nicht) Xylophon. Das Instrument stammte vermutlich nicht aus Deutschland und hatte einen Klang, der weitab unseres westeuropäischen Klangverständnisses liegt. Die zweite Musikerin war Uli Sundari Meinholz, die neben Gesang und Trommel auch die Kamalen Ngoni, eine pentatonische Harfe, spielte. Ich muss zugeben, dass es etwas dauerte, bis ich mich auf die naturklangbasierte Musik einlassen konnte. Aber bei allen digitalen Zeitfressern à la Instagram, Facebook und Co, tut ein bisschen Pantheismus ja auch mal ganz gut.
Radiosendung der Kleinen Herzen
Sonntanachmittag um 15 Uhr hieß es dann: ON AIR. Und zwar auf Leibniz Fm. Da durfte ich die zweite Radiosendung der kleinen Herzen Hannover moderieren. Der Verein kümmert sich um herzkranke Kinder an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Neben ganz viel Musik gab es tolle Beiträge von Schülerinnen und Schülern der Humboldtschule, die die Krankenstation der MHH besuchten, ein tolles Interview mit dem Rock'N'Roll Sänger Andy Lee und dem Männer-Shanty-Chor "Störte Bäcker".

Wer in die Senung reinhören möchte, wird hier fündig: https://www.youtube.com/watch?v=NxdDA_lUH24 Wir hören und sehen und demnächst wieder. Ciao, Christian



























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